Tabea Kretschmann

Dr. Tabea Kretschmann, Akad. Oberrätin

Akad. Oberrätin

Department Fachdidaktiken
Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur

Raum: Raum 1.130
Regensburger Str. 160
90478 Nürnberg

Vita

Aktuelle Arbeitsschwerpunkte

u.a.

  • Fachspezifische demokratische Grundwertebildung im Deutschunterricht (Schwerpunkt: Literatur und andere mediale Texte)
  • Ethische Bildung im identitätsorientierten Deutschunterricht (Schwerpunkt: Literatur und andere mediale Texte)
  • Empirische Forschung zu literarisch evozierten Emotionen und deren Effekte auf Reflexionsprozesse
  • Didaktik der Kinder- und Jugendliteratur, auch im Medienverbund
  • Intermediale Klassikerrezeption, inkl. Einsatzmöglichkeiten im symmedialen Unterricht
  • Förderung der digitalen Desinformationsresilienz im Deutschunterricht

Studium

– Studium der Fächer Deutsch, Geschichte und Italienisch an der FAU Erlangen-Nürnberg und der University of Cambridge/UK

  • MPhil (Cantab.) in Historical Studies
  • Erstes Bayerisches Staatsexamen für Lehramt am Gymnasium in Deutsch, Geschichte und Italienisch

– Promotionsstudium und literaturwissenschaftlich-komparatistische Dissertation an der Universität Salzburg (assoziiert am Schwerpunkt „Wissenschaft & Kunst“ der Paris-Lodron-Universität Salzburg sowie dem Mozarteum Salzburg)

  • Dissertation: „Höllenmaschine / Wunschapparat“ – Analysen ausgewählter Neubearbeitungen von Dantes Divina Commedia (transcript Verlag, 2012)
  • Promotion [Abschluss: mit Auszeichnung]
  • Preis der Deutschen Dante-Gesellschaft

Referendariat

  • Referendariat und Zweites Bayerisches Staatsexamen für Lehramt am Gymnasium

Schuldienst und Unterrichtserfahrungen

u.a.

  • Nebenberuflicher Deutschunterricht
  • Kurs- und Akademieleitungen für besonders begabte deutsche Oberstufenschüler (Deutsche SchülerAkademie)
  • Fremdsprachenassistenz Deutsch am Liceo Classico di La Maddalena, Sardinien (Pädagogischer Austauschdienst der EU/LINGUA C-Programm)

Universität

u.a.

  • Seit 2014: Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur, FAU Erlangen-Nürnberg
  • Lehraufträge für Didaktik der romanischen Sprachen und Literaturen, Universität Mainz; für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur, FAU Erlangen-Nürnberg
  • Forschungsassistentin im Projekt KZ memoria scripta, Universität Salzburg

Außeruniversitäre Berufserfahrungen

u.a.

  • Internationales Projektmanagement
  • Tätigkeit in einer Unternehmensberatung / Schwerpunkte: Talentmanagement, Führungskräfteentwicklung
  • Praktikum Auswärtiger Dienst (Deutsche Botschaft Rom)

Gremien

u.a.

  • Stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises der Deutschdidaktik an bayerischen Universitäten / ADBU (Turnus 2018-2020)
  • Wissenschaftliche Beratung für das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München (Lehrpläne, Unterrichtsmaterial)

 

Publikationen

Bücher

2021

2012

Beiträge in Fachzeitschriften

2022

2021

2019

2018

2015

2011

Beiträge in Sammelwerken

2021

2019

2018

2016

  • :
    George Orwell: Farm der Tiere
    In: Erzählende Kinder- und Jugendliteratur im Deutschunterricht. Texte – Didaktik – Methodik., Stuttgart: UTB GmbH, , S. 291 - 294
    ISBN: 978-3825286538
  • :
    Morton Rhue: Die Welle
    In: Erzählende Kinder- und Jugendliteratur im Deutschunterricht. Texte – Didaktik – Methodik., Stuttgart: UTB GmbH, , S. 338 - 342
  • :
    Raquel J. Palacio: Wunder
    In: Erzählende Kinder- und Jugendliteratur im Deutschunterricht. Texte – Didaktik – Methodik., Stuttgart: UTB GmbH, , S. 299 - 302
    ISBN: 978-3825286538

2014

2013

2010

2007

2006

2004

Sonstige

2023

2022

2020

2019

2016

Online-Publikationen / Publikationen im Druck

Publikationen in Vorbereitung zum Druck:

Kretschmann, Tabea: „Demokratische Grundwertebildung im Deutschunterricht – Ein Kurzüberblick“. In: Bärbel Kopp; Steffi Schieder-Niewierra; Andreas Tabbert (Hgg.): Wertebildung im Lehramtsstudium – Beiträge aus Wissenschaft, Forschung und Schulpraxis. Erlangen: FAU University-Press. [in Vorbereitung zum Druck]

Kretschmann, Tabea: „Didaktisierung funktionaler und personaler fachlicher Bildung mit dem Drei-Phasen-Modell des identitätsorientierten Deutschunterrichts – Ein Praxisbeispiel zu Ingeborg Bachmanns Gedicht Reklame„. In: Christian Albrecht, Jörn Brüggemann, Tabea Kretschmann, Axel Krommer, Christel Meier (Hgg.): Personale und funktionale Bildung im Deutschunterricht. Theoretische, empirische und praxisbezogene Perspektiven. J. B. Metzler Verlag. [in Vorbereitung zum Druck]

Christian Albrecht, Jörn Brüggemann, Tabea Kretschmann, Axel Krommer, Christel Meier (Hgg.): Personale und funktionale Bildung im Deutschunterricht. Theoretische, empirische und praxisbezogene Perspektiven. J. B. Metzler Verlag. [in Vorbereitung zum Druck]

Online-Publikationen:

Kretschmann, Tabea; Gölitz, Dietmar (2023): „Ethische Bildung und demokratische Grundwertebildung mit narrativen Texten: Empirische Erhebung zu einem Auszug aus Édouard Louis‘ autobiographischem Roman Das Ende von Eddy“ (ResearchGate, https://www.researchgate.net/; DOI: 10.13140/RG.2.2.14524.00640).

Kretschmann, Tabea: „Fachspezifische demokratische Grundwertebildung im Deutschunterricht: Ein Kurzüberblick“, Online-Publikation/Download siehe: Wissenschaftsblog des Lehrstuhls, Eintrag vom 21.02.2023.

Kretschmann, Tabea: „Der Beutelsbacher Konsens als Teil des Professionswissens von Deutsch-Lehrkräften“ (Ergebnisse für SoSe 2022, WiSe 2022/23, Stand 16.06.2023 und Ergebnisse für SoSe 2022, WiSe 2022/23, SoSe 2023, Stand 19.06.2023), Online-Publikation/Download siehe Wissenschaftsblog des Lehrstuhls, Eintrag vom 16.01.2023.

Kretschmann, Tabea: „Bildung für Nachhaltige Entwicklung im Lehrplan 21 Lektürevorschläge mit Bezug zu Grundrechten der Schweizerischen Bundesverfassung (Deutschunterricht Primar und Sekundarstufe) [Stand Mai 2022]“, Online-Publikation/Download siehe Wissenschaftsblog des Lehrstuhls, Eintrag vom 21.05.2022.

Kretschmann, Tabea: „Demokratische Grundwertebildung: Erhebung des Vorwissens von Lehramtsstudierenden Deutsch zu Grundrechten des Grundgesetzes, Potenzialen des Deutschunterrichts und Bestimmungen des Beutelsbacher Konsenses“, Online-Publikation/Download siehe Wissenschaftsblog des Lehrstuhls, Eintrag vom 29.03.2022 / aktualisierte Fassung vom 18.05.2022.

Kretschmann, Tabea: „Ein fachspezifisches Modell ethischer Kompetenz für den Deutschunterricht“ und „Recht, Unrecht, Gerechtigkeit? – Anwendung eines fachspezifischen Modells ethischer Kompetenz für den Deutschunterricht im Kontext der Behandlung von Agatha Christies Mord im Orientexpress“, Online-Publikation/Download siehe Wissenschaftsblog des Lehrstuhls, Eintrag vom 28.03.2022.

Kretschmann, Tabea: „Auswahlliste: Lektüren mit Bezug zu Grundrechten des Grundgesetzes (Deutschunterricht Primar- und Sekundarstufe) [Stand: Dezember 2022]“, Online-Publikation/Download siehe Wissenschaftsblog des Lehrstuhls, Eintrag vom 20.03.2022. [Siehe auch Online-Seite des ISB „Politische und Interkulturelle Bildung“: https://www.lesen.bayern.de/politisch-interkulturell/]

Aktuelle Arbeitsschwerpunkte / Projekte

 

Aktuelle Arbeitsschwerpunkte:

u.a.

  • Fachspezifische demokratische Grundwertebildung im Deutschunterricht (Schwerpunkt: Literatur und andere mediale Texte)
  • Ethische Bildung im Deutschunterricht (Schwerpunkt: Literatur und andere mediale Texte)
  • Empirische Forschung zu literarisch evozierten Emotionen und deren Effekte auf Reflexionsprozesse
  • Didaktik der Kinder- und Jugendliteratur, auch im Medienverbund
  • Intermediale Klassikerrezeption, inkl. Einsatzmöglichkeiten im symmedialen Unterricht
  • Förderung der digitalen Desinformationsresilienz im Deutschunterricht

 

Aktuelle Projektmitarbeit:

  • DiSo-SGW*Deutsch (Digitale Textsouveränität – Digital souveränes sprachliches, literarisches und mediales Lehren und Lernen in und über digitale(n) Textwelten“, Forschungs- und Entwicklungsprojekt zum  Aufbau digitaler Textsouveränität von Lehrkräften im Fach Deutsch; Förderer: BMBF)
  • DiäS (Digital-ästhetische Textsouveränität im Bereich poetisch-literarischer Bildung.“, Forschungs- und Entwicklungsprojekt zum Aufbau digitaler Textsouveränität von Deutschlehrkräften; Förderer: BMBF)

Beschreibung siehe: Forschungsprojekte des Lehrstuhls

 

Führungskräfteentwicklungsprogramm: #how2resilience

Projektförderer: Stiftung Wertebündnis Bayern

Projektträger: Landeskommando Bayern

Wissenschaftliche Projektleitung (Phase II, Juni 2023 – April 2024: gesellschaftliche, gesamtstaatliche und digitale Resilienz): Dr. Tabea Kretschmann, FAU

Projektpartner: Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer, Global Dignity, Stiftung Bayerische EliteAkademie, Universität der Bundeswehr München, Versicherungskammer Stiftung, Wirtschaftsjunioren Bayern e.V.

Kooperationspartner: Amerikanisches Generalkonsulat München, George C. Marshall Center, Herder Verlag, Polizei Bayern

Unter einer resilienten Demokratie kann die Fähigkeit eines demokratischen Regierungssystems und einer demokratischen Gesellschaft verstanden werden, auch unter schwierigen Bedingungen seine Funktions- und Leistungsfähigkeit aufrecht zu erhalten (Grotz & Schroeder 2021). Die Grundrechte und -werte des Grundgesetzes sind hierfür in Deutschland der bindende normative wie wertebezogene Rahmen. Führungskräfte aller Bereiche tragen ebenso wie Staatsbürgerinnen und Staatsbürger zur Resilienz in Demokratien bei.

Das Projekt #how2resilience richtet sich an junge Menschen, die bereits erste Führungsverantwortung übernehmen bzw. für eine solche in Studium oder in der Phase ihrer ersten beruflichen Erfahrung vorbereitet werden (u.a. Polizei, Bundeswehr, Wirtschaft, Feuerwehr). Das Projekt  ist als  Führungskräfteentwicklungsprogramm konzipiert und hat – ausgehend insbesondere vom Modell der Politik-/Demokratiekompetenz nach Detjen et al. 2012 und unter Berücksichtigung des Beutelsbacher Konsenses als didaktischer Grundlage im Projekt (vgl. u.a. bpb 2011) – die Förderung von Wissen in spezifischen Bereichen der vier Themenfelder individuelle, gesellschaftliche, digitale und gesamtstaatliche Resilienz, von Werthaltungen sowie Urteils- und Handlungskompetenzen bei (ggf. künftigen) Führungskräften zum Ziel.

Im Fokus der zweiten Phase des Projekts stehen die gesellschaftliche, gesamtstaatliche und digitale Resilienz. Zunächst wird in einem digital gestützten blended learning-Kurs vertieftes Wissen zu Grundrechten des Grundgesetzes und ihrer Entstehung insbesondere in der Epoche der Aufklärung erarbeitet und ihre Relevanz durch die Reflexion berufsbezogener Fallbeispiele in der Gegenwart konkretisiert (u.a. Anwendung des ‚narrativen Ansatzes der politischen Bildung‘ nach Ingo Juchler). Anschließend wird bei drei Wochenendworkshops in Vorträgen von bzw. Gesprächen mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten Wissen zu ausgewählten Themenkomplexen vermittelt, das anwendungsorientiert auf Urteils- und Handlungssituationen in der berufsspezifischen Praxis speziell von Führungspersonen übertragen wird.

 

Forschungsprojekte: Demokratische Grundwertebildung im Deutschunterricht

Gemäß der Bestimmungen in den KMK Bildungsstandards für Lehrerbildung, im KMK Beschluss Demokratie als Ziel, Gegenstand und Praxis historisch-politischer Bildung und Erziehung in der Schule (2018), in Landesverfassungen (z.B. Art. 131 (3) BayVerf) und weiteren gesetzlichen Bestimmungen (z.B. Art. 7 (1) BayIntG), Lehrerdienstordnungen (z.B. BayLDO §2) sowie Lehrplänen ist die demokratische Grundwertebildung ein zentrales Anliegen schulischer Bildung. Die demokratische Grundwertebildung zielt auf eine an den Grundrechten des Grundgesetzes (Achtung der Menschenwürde, Diskriminierungsverbot, Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, Gleichberechtigung der Geschlechter u.a.m.) ausgerichtete Wertebildung, die entsprechende Reflexions-, Urteils- und Handlungskompetenzen einschließt. Sie soll in allen Schularten, Jahrgangsstufen und Fächern sowie im Schulleben realisiert werden. Ähnliche Vorgaben finden sich auch in den curricularen Bestimmungen weiterer europäischer Länder.

Dem Deutschunterricht werden besonders große fachspezifische Potenziale für eine demokratische Grundwertebildung zugesprochen, wie u.a. der Lehrplan Deutsch für Gymnasium verdeutlicht:

„Es ist ein Ziel des Deutschunterrichts am Gymnasium, die Schülerinnen und Schülern dabei zu unterstützen, sich zu eigenständigen Persönlichkeiten zu entwickeln, die für sich und andere Verantwortung übernehmen. Besonders im Umgang mit literarischen Texten begegnen die Schülerinnen und Schüler exemplarischen ethisch-moralischen Fragestellungen. Sie hinterfragen Handlungsmotive und überprüfen, welche Konsequenzen sich aus bestimmten Verhaltensweisen für den Einzelnen und die Gemeinschaft ergeben. So verstehen die Schülerinnen und Schüler, dass Werte wie Ehrlichkeit, Toleranz und Hilfsbereitschaft das Fundament menschlichen Miteinanders sind, und richten ihr Handeln nach einem demokratisch verorteten Wertekanon aus.“ [Herv. TK; https://www.lehrplanplus.bayern.de/fachprofil/textabsatz/59121]

Die Forschungsarbeiten zur demokratischen Grundwertebildung umfassen die fachspezifische Theoriebildung ebenso wie die Entwicklung von Unterrichtsmaterialien und empirische Erhebungen u.a. zu den Effekten einer fachspezifischen Grundwertebildung im Deutschunterricht.

In Aufsätzen und einer Monographie wurden die theoretischen Grundlagen sowie exemplarische Unterrichtsmaterialien für eine fachspezifische demokratische Grundwertebildung vorgestellt, die integrativ im Kontext der Arbeit mit verschiedenen Gegenständen (z.B. literarischen Texten, Sachtexten, Filmen) und zu verschiedenen Kompetenzbereichen des Deutschunterrichts geleistet wird [1].

In empirischen Erhebungen mit qualitativen und quantitativen Anteilen wurden insbesondere die Zusammenhänge von emotionaler und kognitiver Aktivierung im Zusammenhang der Lektüre von narrativen Texten, die sich auf heute in Deutschland geltende Grundrechte und -werte beziehen lassen, getestet [2]. Hierfür wurden theoretische Ansätze u.a. aus Politikwissenschaft und -didaktik, Literaturwissenschaft und -didaktik sowie Medienwissenschaft und -didaktik genutzt und die am Lehrstuhl im Forschungsprojekt ‚Literarisch stimulierte Emotionalität‘ (LisE, Frederking et al.) entwickelten Forschungsinstrumente weiterentwickelt. Mit den Erhebungen wird auch das im Lehrplan heuristisch formulierte Postulat, dass die Lektüre literarischer Texte zu Einstellungen und Handlungsdispositionen ’nach einem demokratisch verorteten Wertekanon‘ beitragen könne, geprüft.

In Seminaren für Deutschdidaktik wurde zudem mit einem kurzen, neu entwickelten Vorwissenstest Grundwissen bezüglich der Grundrechte des Grundgesetzes sowie ihrer Thematisierung im Deutschunterricht bei Studierenden für Lehramt Deutsch erhoben [3]. Die Ergebnisse können im Sinne der Lehrkräfteprofessionsentwicklung Hinweise zu abzusicherndem Fachwissen sowie prozeduralem Wissen in der Ausbildung künftiger Lehrpersonen für das Fach Deutsch geben.

[1] Monographie: Kretschmann, Tabea (2021): Demokratische Grundwertebildung im Deutschunterricht: Theoretische Grundlagen und Konzepte für die Unterrichtspraxis (Sekundarstufe). Baltmannsweiler: Schneider. [Inhaltsverzeichnis: Kretschmann-Gliederung_final]

Aufsätze (Auswahl, u.a.):

Kretschmann, Tabea (2023): „Fachspezifische demokratische Grundwertebildung im Deutschunterricht: Ein Kurzüberblick“, Online-Publikation/Download siehe: Wissenschaftsblog des Lehrstuhls, Eintrag vom 21.02.2023.

Kretschmann, Tabea (2022): „Bildung für Nachhaltige Entwicklung im Lehrplan 21 Lektürevorschläge mit Bezug zu Grundrechten der Schweizerischen Bundesverfassung (Deutschunterricht Primar und Sekundarstufe) [Stand Mai 2022]“, Online-Publikation/Download siehe Wissenschaftsblog des Lehrstuhls, Eintrag vom 21.05.2022.

Kretschmann, Tabea (2022): „Auswahlliste: Lektüren mit Bezug zu Grundrechten des Grundgesetzes (Deutschunterricht Primar- und Sekundarstufe) [Stand: März 2022]“, Online-Publikation/Download siehe Wissenschaftsblog des Lehrstuhls, Eintrag vom 20.03.2022. [Siehe auch Online-Seite des ISB „Politische und Interkulturelle Bildung“: https://www.lesen.bayern.de/politisch-interkulturell/]

Kretschmann, Tabea (2019): „Wie weit gilt die Religions- und Glaubensfreiheit? Eine Dilemmadiskussion über einen Auszug aus Ian McEwans Roman Kindeswohl„. In: Polis: Report der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung (2019), S. 21-24.

Kretschmann, Tabea (2019): „Demokratische Grundwertebildung im Literaturunterricht: Theoretische Grundlagen, fachspezifische Potenziale und didaktische Zugangsweisen“. In: Sabine Anselm, Sieglinde Grimm, Berbeli Wanning (Hrsg.): Er-lesene Zukunft. Fragen der Werteerziehung mit Literatur, Göttingen: Rupprecht Verlag, S. 76 – 95.

Kretschmann, Tabea (2018): „Verfassungswerte im Deutschunterricht“. In: Einsichten und Perspektiven. Bayerische Zeitschrift für Politik und Geschichte (2018), S. 50-57.

[2] Monographie: Kretschmann, Tabea: Emotionale und kognitive Stimulierung durch narrative Texte: Ein empirischer Beitrag zur fachspezifischen demokratischen Grundwertebildung im Deutschunterricht [i. Vb.]

Aufsatz: Kretschmann, Tabea; Gölitz, Dietmar (2022): „Emotionale und kognitive Aktivierung durch narrative und faktuale Texte als Ansatzpunkt für demokratische Grundwertebildung im Deutschunterricht“. In: Michaela Gläser-Zikuda, Florian Hoffmann, Volker Frederking (Hrsg.): Emotionen im Unterricht. Psychologische, pädagogische und fachdidaktische Perspektiven. Kohlhammer.

[3] Aufsätze:

Kretschmann, Tabea (2022): „Demokratische Grundwertebildung: Erhebung des Vorwissens von Lehramtsstudierenden Deutsch zu Grundrechten des Grundgesetzes, Potenzialen des Deutschunterrichts und Bestimmungen des Beutelsbacher Konsenses“, Online-Publikation/Download siehe Wissenschaftsblog des Lehrstuhls, Eintrag vom 29.03.2022 / aktualisierte Fassung vom 18.05.2022.

Kretschmann, Tabea (2023): „Der Beutelsbacher Konsens als Teil des Professionswissens von Deutsch-Lehrkräften“, Online-Publikation/Download siehe Wissenschaftsblog des Lehrstuhls, Eintrag vom 16.01.2023.

 

Schulprojekt: „Wir feiern Bayern – 200 Jahre bayerische Verfassung, 100 Jahre Freistaat Bayern“

  • Laufzeit: Juli 2017-Juli 2018
  • Drittmittel: gefördert durch die Bayerische Staatskanzlei
  • Inhaltliche Projektleitung: Dr. Tabea Kretschmann (FAU); Organisatorische Projektleitung: Ltd. RSchD Michael Waidhauser (Regierung von Oberbayern)

Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der bayerischen Verfassung wurde in Schul- bzw. Unterrichtsprojekten an insgesamt neun verschiedenen oberbayerischen Sekundarschulen (Förder-, Mittel-, Real-, Berufsschulen und Gymnasien) zu ausgewählten ‚Verfassungswerten‘ gearbeitet. Bei Verfassungswerten handelt es sich um Wertvorstellungen, die Verfassungsnormen – hier der Bayerischen Verfassung – zugrunde liegen. Die für das Projekt ausgewählten Verfassungsartikel mit den korrespondierenden Wertvorstellungen entsprachen überwiegend, aber nicht ausschließlich, Grundrechten und -werten der Art. 1 bis 19 des Grundgesetzes.

Verfassungsnormen und -werte wie die Achtung der Menschenwürde (Art. 100 BayVerf), Glaubens- und Gewissensfreiheit (Art. 107 BayVerf), Meinungsfreiheit (Art. 110 BayVerf), Gleichberechtigung der Geschlechter (Art. 118 BayVerf), Diskriminierungsverbot von Menschen mit Behinderungen (Art. 118a BayVerf), „Liebe zur bayerischen Heimat“ als zentralem Bildungsziel (Art. 131 BayVerf) u.a.m. wurden sowohl im Fachunterricht – insbesondere dem Sozialkunde-, Deutsch- und DaZ-Unterricht – als auch in fächerübergreifenden Projekten in Regelklassen, Integrationsklassen und Arbeitsgemeinschaften bearbeitet. Ziel war es, die Bedeutung der Normen und Werte zu erschließen und mit den Ergebnissen der Projektarbeit auch für andere zugänglich zu machen.

Es wurden u.a. in Regelklassen Sozialkunde an einer Berufsschule mit Online-Programmen Comics zu Verfassungsnormen und -werten erstellt, die dann im DaZ-Unterricht in Berufsintegrationsklassen eingesetzt wurden, um mit Schülerinnen und Schülern mit Fluchthintergrund in Deutschland geltende Grundrechte und -werte zu besprechen. Ebenfalls in Berufsintegrationsklassen wurden im DaZ-Unterricht mit einer professionellen Poetry Slammerin Texte sowie mithilfe eines Schauspielers ein Theaterstück zu zu zentralen Verfassungsnormen und -werten entwickelt. Eine gymnasiale Deutschklasse der zehnten Jahrgangsstufe las in Kleingruppen verschiedene Lektüren, die dazu anregten, über Verfassungsnormen und -werte nachzudenken; die Lektüren wurden präsentiert und Rezensionen zu den Büchern in der Schülerzeitung veröffentlicht (z.B. George Orwells 1984: Demokratie, Meinungsfreiheit; Jane Austens Stolz und Vorurteil: Gleichberechtigung von Männern und Frauen; Édouard Louis‘ Das Ende von Eddy: Recht auf Entfaltung der eigenen Persönlichkeit, Diskriminierungsverbot). Die AG Schülerzeitung eines Gymnasiums erstellte eine Sonderausgabe, die sich Verfassungswerten widmete. Eine Oberstufenklasse übertrug – im Sinne der von Art. 131 BayVerf postulierten Förderung der ‚Liebe zur bayerischen Heimat‘ an Schulen und der curricular vorgesehenen Beschäftigung mit Dialekten im Deutschunterricht – ausgewählte Szenen von Goethes Faust in Mundart und inszenierte diese.

Die Ergebnisse des Projekts wurden bei einer öffentlichen Abschlussveranstaltung unter Beteiligung der Schulaufsicht und der Landespolitik präsentiert.

  • Publikation: Kretschmann, Tabea (2018): „‚Wir feiern Bayern‘: 200 Jahre bayerische Verfassung – Schulprojekte und Unterrichtssequenzen zu Verfassungswerten“. In: SchulVerwaltung Bayern, 5, 164 – 168.

 

Entwicklungsprojekt: Online-Seminare für die Virtuelle Hochschule Bayern (VHB): „Ethische Bildung im Deutschunterricht“

  • Kooperation der Lehrstühle für Deutschdidaktik an der FAU Erlangen-Nürnberg (Hauptantragsteller), LMU München und Universität Passau
  • Laufzeit: Erarbeitungsphase 01.01.2018 – 28.02.2019; Kursangebot: ab 01.03.2019 für voraussichtlich fünf Jahre
  • Drittmittel: gefördert durch die VHB (https://www.vhb.org/)
  • 2 Kurse: a) Grund-, Mittel-, Berufsschulen; b) Realschulen und Gymnasien
  • Projektaufgaben: Konzeption und Entwicklung der Kursstruktur sowie verschiedener Online-Module

Abstract:

Die Bedeutung des thematischen Schwerpunktes ‚Ethische Bildung im Deutschunterricht‘ ist sehr aktuell angesichts von Orientierungs-, Sinn- und Wertekrisen, die zunehmend auch und gerade bei Heranwachsenden in einer mehr und mehr plural strukturierten und unüberschaubar werdenden Welt zu beobachten sind.

Vor diesem Hintergrund hat der neue LehrplanPLUS ethische Bildung bzw. Werteorientierung zu einem zentralen Bildungsziel im Deutschunterricht gemacht. Für den Deutschunterricht im Gymnasium heißt es beispielsweise unter der Rubrik ‚Werteerziehung‘ im Fachprofil: „Es ist ein Ziel des Deutschunterrichts am Gymnasium, die Schülerinnen und Schülern dabei zu unterstützen, sich zu eigenständigen Persönlichkeiten zu entwickeln, die für sich und andere Verantwortung übernehmen. Besonders im Umgang mit literarischen Texten begegnen die Schülerinnen und Schüler exemplarischen ethisch-moralischen Fragestellungen. Sie hinterfragen Handlungsmotive und überprüfen, welche Konsequenzen sich aus bestimmten Verhaltensweisen für den Einzelnen und die Gemeinschaft ergeben. So verstehen die Schülerinnen und Schüler, dass Werte wie Ehrlichkeit, Toleranz und Hilfsbereitschaft das Fundament menschlichen Miteinanders sind, und richten ihr Handeln nach einem demokratisch verorteten Wertekanon aus.“ Diese Zielperspektiven und Aufgabenbeschreibungen sind im LehrplanPLUS erstmals mit dieser Betonung formuliert bzw. ausdifferenziert worden. Damit wird den neuen ethischen Herausforderungen Rechnung getragen, die sich in pädagogischen Handlungsfeldern vor dem Hintergrund veränderter Zeitsignaturen ergeben. Gerade der Deutschunterricht bietet dabei besondere Chancen, um Kindern und Jugendlichen beim Aufbau eines ethisch reflektierten Selbst- und Weltverhältnisses zu unterstützen. Darauf müssen angehende DeutschlehrerInnen vorbereitet sein.

Das VHB-Online-Seminar „Ethische Bildung im Deutschunterricht“ macht hierfür ein innovatives und zeitlich flexibel nutzbares Angebot für die Lehramtsstudierenden des Faches Deutsch. Da bei den neuen ethischen Problemstellungen mediale Fragen eine zentrale Rolle spielen, ergibt sich durch das digitale Lehr-Lern-Angebot eine besondere Koinzidenz von Lehrinhalt und Lehrform. Auf diese Weise werden jene Kompetenzen fachspezifisch und in adäquater medialer Form angebahnt, die auch die Standards für die Zukunftsstrategie der Bayerischen Staatsregierung zum Thema „Digitale Bildung in Schule, Hochschule und Kultur“ betonen: „Bayerische Schülerinnen und Schüler erwerben im Laufe ihrer Schulzeit kontinuierlich und systematisch alle notwendigen Kenntnisse, Fähigkeiten, Kompetenzen und Einstellungen, die ein eigenständiges sowie ethisch verantwortungsvolles Handeln in einer von Digitalisierung geprägten Lebenswelt ermöglichen.“

Module (Tabea Kretschmann):

  • „Theorie: Fachspezifische Förderung ethischer Kompetenzen im Deutschunterricht als Beitrag zur schulischen Persönlichkeitsbildung
  • „Theorie: Demokratische Grundwertebildung im Deutschunterricht“
  • „Praxis: Förderung ethischer Kompetenzen am Beispiel einer Dilemmadiskussion zu Ian McEwans Roman Kindeswohl (10.-12. Klasse)“
  • „Praxis: Ethisches Reflektieren im Kontext von Diskussionen, Debatten und Erörterungen am Beispiel eines umweltethischen Themas (ab 9. Klasse)“
  • „Praxis: Demokratische Grundwertebildung im Kontext der Epoche der Aufklärung (ab 10. Klasse)“
  • (zusammen mit Marina Goldenstein) „Praxis: Demokratische Grundwertebildung im Deutschunterricht der Primarstufe: Am Beispiel der Arbeit mit dem Kinderbuch Malala – Für die Rechte der Mädchen (ab 2. Klasse)“

 

Kooperation: Online-Seminar für die Virtuelle Hochschule Bayern (VHB): „Was hat das mit mir zu tun? Nationalsozialismus und Holocaust als Themen im Deutschunterricht“

  • Kooperation der Lehrstühle für Deutschdidaktik an der LMU München (Hauptantragsteller) und FAU Erlangen-Nürnberg
  • Laufzeit: Erarbeitungsphase 01.01.2018 – 28.02.2019; Kursangebot: ab 01.03.2019 für voraussichtlich fünf Jahre
  • Drittmittel: gefördert durch die VHB (https://www.vhb.org/)
  • Projektaufgaben: Erstellung des Online-Moduls „Literatur, Holocaust und NS-Verbrechen – Zwischen Authentizität, Faktizität und Fiktionalität“

Vorträge und Fortbildungen

Vorträge

Radio- / Fernsehbeiträge / Podcasts

Kontakt

Kontakt

 

Raum: 1.130
E-Mail: tabea.kretschmann@fau.de

Aktueller Hinweis: Bitte kontaktieren Sie mich bei Bedarf per E-Mail; gerne kann dann ein Gesprächstermin (Telefon/Videokonferenz) vereinbart werden.

 


Postanschrift:
Dr. Tabea Kretschmann
Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg
Philosophische Fakultät
Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur
Regensburger Str. 160
D-90478 Nürnberg

Sprechstunden

Sprechstunden

 

Sprechstunde im Semester: montags, 9:00-10:00h. Bitte kontaktieren Sie mich für eine Terminvereinbarung vorab per E-Mail. (Für die Besprechung von entstehenden Abschlussarbeiten werden Termine nach Bedarf kurzfristig vereinbart; bitte kontaktieren Sie mich hierfür ebenfalls per E-Mail.)

Sprechstunde in der vorlesungsfreien Zeit: Bitte kontaktieren Sie mich zur Vereinbarung eines Gesprächstermins (Zoom) per E-Mail.